7Jun

Sommerzeit

Mürrisch sein Blick auch an diesem Morgen. Das Interesse am Spaziergang zu früher Stunde lässt sich höchstens erahnen. Das Sprichwort „Morgenstund hat Gold im Mund“ hat keine Gültigkeit, sicher nicht heute. Passanten, Katzen und Artgenossen werden mit Argwohn beobachtet, die Absicht zielt nun aber deutlich darauf hin, das Umfeld durch „Bellen“ und „Knurren“ über die eigene Miesepetrigkeit in Kenntnis zu setzen. Unser Hund, Schulterhöhe bei wohlwollenden 18 cm, trotz kräftiger Bauart wohl kaum ernstzunehmender Antipode für eine Katze mitteleuropäischer Ausprägung. Mehr

6Jun

Gedanken zum Glück

Glück ist Talent für das Schicksal. Dieses Zitat des deutschen Schriftstellers Novalis war thematischer Aufhänger der Festrede anlässlich der Maturafeier am Gymnasium Friedberg vom letzten Jahr. Der Satz – oder seine Interpretation – erlangte seine traurige Relevanz vor dem Hintergrund einer nicht bestandenen Maturaprüfung. Mehr

5Jun

Im Restaurant

Szene in irgend einem Restauant. Die Handys liegen auf dem Tisch, surren und klingeln im Minutentakt, einmal schrill und keck, dann wieder melodisch, einmal ganz laut und plötzlich schnurrend wie eine Katze beim Mittagsschlaf. Das Gerät gleitet schnell zur Hand, das Gespräch beginnt. „Tschüss“, das Telefonat soeben beendet, und schon fliegen die Finger über die Tasten, gerade noch schnell eine Kurznachricht verschickt. Der Tisch mit zwei Gedecken wird zum Einzeltisch, das mobile Telefon ersetzt das Gegenüber, der Freund, der Bekannte oder die Ehefrau werden zur Dekoration, zur beiläufigen Gesellschaft, zur Teilnehmerin oder zum Teilnehmer an unserem omnipräsenten Austausch mit den Kontakten des elektronischen Telefonbuchs. Mehr

1Jun

Der lange Weg zum rechtskräftigen Entscheid im Verwaltungsverfahren – oder wie wir unseren Rechtsstaat zunehmend abschaffen

Der Titel dieses Beitrages mag ein wenig überzeichnet erscheinen. Auch sollen diese Ausführung keinesfalls eine Notwendigkeit zur Abschaffung von rechtlichen Instumentarien oder rechtsstaatlichen Prinzipien suggerieren, welche letztlich der Interessenwahrung jedes Einzelnen dienen. Es ist im Gegenteil wichtig und richtig, dass Menschen im Rahmen von institutionalisierten Verfahren ihre Rechte wahren können, sei es gegenüber dem Staat oder auch gegenüber Dritten wie Vertragspartnern, Nachbarn etc. Vor dem Hintergrund meiner beruflichen Erfahrung als Anwalt verfüge ich – so glaube ich zumindest – sogar über ein einigermassen sensibles Verständnis bezüglich Rechtsstaatlichkeit. Prinzipien wie der Grundsatz der „Verhältnismässigkeit“ dürfen niemals aufgegeben werden, jedermann hat Anspruch auf vorbehaltlose und unbefangene Prüfung einer Streitfrage. Und zwar bis zur letzten Beschwerdeinstanz.

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1Jun

Gedanken zur heutigen Zeit

Terrorismus als Geissel der heutigen Zeit. In den letzten Wochen und Monaten liess uns die Berichterstattung über die Anschläge im nahen und fernen Ausland schockiert zurück, kaum erträgliche Bilder von trauernden Menschen prägten sich wie eine Gravur in unser Bewusstsein ein. Das Selbstverständnis, unser Leben eigenverantwortlich gestalten zu können, gerät zunehmend ins Wanken. Wo ist man überhaupt noch sicher, wie kann man sich schützen?

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31Mai

Verabschiedung von Ivan Keller, technische Betriebe Goldach

„Der Abschied von einer langen und wichtigen Arbeit ist immer trauriger als erfreulich“.

Ob Friedrich Schiller mit diesem Zitat Recht behält, ist wohl eine Frage der Perspektive. Für die Gemeinde Goldach und die technischen Betriebe ist es tatsächlich sehr bedauerlich und traurig, dass wir künftig auf die wertvolle Arbeit von Ivan Keller verzichten müssen. Während fast 30 Jahren hat sich Ivan Keller mit ganzem Einsatz und all seiner Schaffenskraft für die Allgemeinheit eingesetzt. Dafür gebührt Ivan Keller selbstverständlich nicht nur der Dank der Arbeitgerberin, sondern letztlich der ganzen Bevölkerung.

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17Mai

“ Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar. ”

- Paul Klee -
28Apr

Wo Japan «falsch» liegt

Neulich las ich einen Zeitungsbericht über die Leiden der Schüler in Japan. Zwar war mir schon lange bewusst, dass Drill und bedingungslose Leistungsbereitschaft zu den unverkennbaren Merkmalen des japanischen Bildungssystems gehören. Die Art und Weise, mit welcher bereits im Vorschulalter auf die Kinder Druck ausgeübt wird, hat mich aber doch überrascht. Oder vielmehr entsetzt.
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