30Jun

“Alt sein ist eine herrliche Sache, wenn man nicht verlernt hat, was „anfangen“ heißt“.

Dieses Zitat stammt vom israelischen Religionsphilosophen Martin Buber. Trefflich umschreibt Buber die Herausforderungen, welche wohl mit dem Alter und dem Älter werden verbunden sind, aber vor allem die Freude, welche gerade dieser Lebensabschnitt mit sich bringen kann, wenn man die richtigen Voraussetzungen dafür schafft. Wichtig erscheint Buber, dass die Fähigkeit erhalten bleibt, jeden Tag wieder als Anfang zu betrachten. Gerade im Alter werden vorher alltägliche Prozesse und Handlungen anforderungsreich.

Andererseits kann der Verlust von Routine im alltäglichen Leben auch schmerzhaft sein: Dieser Verlust kann beispielsweise darin bestehen, dass Hobbies wie Kochen oder Lesen nicht mehr im bekannten Ausmass möglich sind. Buber hat es aber richtig formuliert: Gerade in diesen Momenten ist es wichtig, immer wieder neue Motivation zu suchen, nicht aufzugeben und jeden Moment als neuen Anfang zu betrachten, als Anfang, welcher Chancen und Möglichkeiten bietet, um das Leben im Alter – wie es Buber tut – als herrliche Sache zu beschreiben.

In meiner Funktion als Gemeindepräsident darf ich anlässlich von Geburtstagen auch ältere Menschen besuchen, sei es in ihren privaten Wohnungen oder in öffentlichen Institutionen. Ich werde dabei immer wieder aufs Neue beeindruckt, wie viel Lebensfreude und Optimismus diese Menschen ausstrahlen. Und wie viel Dankbarkeit bereits kleine Gesten bewirken.

 

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