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Beruhigend?

Die Krankenkassenprämien sollen für das Jahr 2019 nur mässig ansteigen. Im schweizweiten Durchschnitt gilt der Kanton St. Gallen sogar als unterdurchschnittlich betroffen. Aufgrund der Kostenentwicklungen der vergangenen Jahre ist man geneigt, diese Aussicht als gute Neuigkeit zu betrachten. In Tat und Wahrheit sieht die Realität anders aus. Die Gesundheitskosten sind in der jüngeren Vergangenheit sprunghaft angestiegen und haben mittlerweile ein Niveau erreicht, welches die folgende Feststellung wohl als offensichtlich erscheinen lässt: So kann es nicht weitergehen.

Gemäss einer Umfrage von Tamedia gehören die steigenden Gesundheitskosten mitunter zu der grössten Zukunftssorge der Schweizer Bevölkerung.  Parallel zu dieser wachsenden Besorgnis sinken die Zufriedenheitswerte mit unseren eidgenössischen Politikern. Würde man diese konträren Tendenzen graphisch darstellen, lässt sich der Schnittpunkt dieser Entwicklung wohl als einfache Erkenntnis darstellen: Die Menschen haben das Gefühl, dass sich die Politik nicht oder zu wenig um das brennende Thema kümmert. Für diese Einschätzung ist Verständnis geschuldet. Es ist in diesem Kontext tatsächlich bemerkenswert, dass bspw. viele Familien bereits mehr Krankenkassenprämien zahlen wie Steuern zu berappen sind. Eine Entwicklung, welche sich im Schutze des medizinischen Fortschritts beinahe unbeobachtet rechtfertigen liess. Nun erscheint indessen ein Ausmass erreicht, welches die politische Suche nach Lösungen unabdingbar erscheinen lässt. Dabei ist augenscheinlich, dass lediglich umfassende Reformen den gewünschten Erfolg bringen. Reformen, die schmerzen. Und Reformen, die auch die Frage nach Leistungsangebot und Leistungsumfang beinhalten. Und zumindest in diesem Bereich sind auch die Bürger gefordert. Die Frage, welche Angebote – und in welcher Ausprägung – die Medizin letztlich als “Service public” bereitstellen muss, betrifft uns alle. Ist es uns wirklich ernst gemeint mit einer nachhaltigen Kostensenkung, bleibt ein “Umdenken” auch beim Bürger von Nöten. Unsere eigene Anspruchshaltung ist letztlich ein Teil des Dilemmas. Und die eigene Unzufriedenheit mit den Politikern bleibt damit wohl nur “die halbe Wahrheit”.

 

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