9Mrz

Im nächsten Leben…, eine durchwegs ironische Betrachtung

Im nächsten Leben werde ich sicher nicht Pilot. Sondern Raumplaner. Oder Journalist. Oder sogar Coiffeur-Meister?

Sie fragen sich, wieso? Der Reihe nach.

Die allgemeine Arbeitssituation für Piloten war auch schon besser. Früher galten die adrett uniformierten Herren als Gentlemen der Lüfte mit einem guten Draht zum weiblichen Geschlecht. Heute stehen bei einer nüchternen Betrachtung des Stellenprofils beinahe schon gewerkschaftliche Aspekte im Vordergrund. Auf Mandatsbasis entschädigte Piloten kämpfen um ihre Flugstunden. Im Cockpit riecht es nicht mehr nach Adrenalin und Testosteron. Sondern vielmehr nach Angstschweiss ob der Befürchtung, dass die neue Freundin mit einem gut bezahlten Coiffeur-Meister durchbrennt. Männlichkeit wird heute eben anders definiert. Streifen auf dem Trikot bzw. am Ärmel reichen nicht mehr. Das weiss schliesslich jedes Zebra.

Traurig ist das, sicher. Aber es gibt zum Glück die Raumplanung. Und damit auch die Raumplaner. Glückliche Menschen mit spannenden Berufsbildern. Fragen nach der räumlichen Entwicklung unserer Gemeinde, des Kantons und letztlich der gesamten Schweiz sind spannend.  Und lukrativ. Der Bund und auch die Kantone sorgen in freudiger Regelmässigkeit dafür, dass die Arbeit nie ausgeht. Neue Planungsvorgaben, neue Szenarien und Berechnungen, neue Modelle und so weiter und so fort. Eine lustige Spielwiese stellt diese Entwicklung für die Architekten der räumlichen Dimension dar. Und vorteilhaft bleibt überdies, dass die Verantwortung immer bei den Anderen – in erster Linie den Politikern – bleibt. Und die Politiker sind ja ohnehin immer Schuld. Eine durchwegs risikofreie Beschäftigung also.

Journalist zu sein – und an dieser Stelle neige ich zu einer realistischen Betrachtung – könnte ich mir in einem künftigen Leben allerdings am Besten vorstellen. Journalisten wissen viel, sehr viel. Ein Beispiel gefällig? Pierin Vincenz – der arme Tropf –  muss die Strafuntersuchung und ein allfälliges Gerichtsverfahren eigentlich gar nicht erst abwarten. Sein fehlbares Verhalten ist bereits in allen Facetten festgestellt. Und ausserdem die Unfähigkeit des gesamten Verwaltungsrates mitsamt dem bedauernswerten Herrn Gisel, der sowieso alles wusste oder wissen musste oder zumindest hätte wissen können (man beachte den Konjunktiv an dieser Stelle). Und zwar von Anfang an. Oder etwa doch nicht?

Aber wahrscheinlich werde ich im nächsten Leben sowieso wieder Gemeindepräsident. Hoffentlich von Goldach. Eine tolle Gemeinde. Und das meine ich nun wirklich ernst!

 

 

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