17Apr

Schnauzbart, Spitzbart oder ohne Bart

Mit grossem Interesse las ich vor einigen Tagen den Bericht im St. Galler Tagblatt, bei welchem 1o-jährige Kinder ihre Vorstellung äusserten, wie sie sich eine Stadtpräsidentin oder einen Stadtpräsidenten vorstellen. Konkret ging es bei der Umfrage um die Nachfolge von Thomas Müller in der Stadt Rorschach. Offenkundig ist dabei zu Tage getreten, dass die Kinder eine etwa 40-jährige Person bereits als sehr erfahren – um nicht zu sagen als “alt” – qualifizieren. Ok, diese Speerspitze lässt sich erdulden, geht man getreu dem Motto, dass alter Wein grundsätzlich als Qualitätsmerkmal gilt.

Weniger bekannt blieb für mich die mehrfach genannte Bemerkung, dass sich ein Bürgermeister – geht man von der männlichen Variante aus – oft als Schnauzbartträger zu erkennen gebe. Ein Schnauzbart als Symbol für Seriosität und Fachkenntnis? Und obendrein als attraktivitätssteigerndes Attribut im persönlichen Ausdruck? Früher galt die Regel, dass der “Schnauz” nur einem einzigen Mann wirklich steht: Privatdetektiv Thomas Magnum – oder Tom Selleck mit bürgerlichem Namen. Ok, diese Regel muss selbstverständlich um den Namen Röbi Raths ergänzt werden.  Auch ihm steht das Schnauzhaar gut. Diese  persönliche Aussage ist allerdings als komplett wertneutral zu qualifizieren, nichts liegt mir ferner, als den Wahlkampf in Rorschach zu kommentieren. Allerdings kriege ich die sinngemässe Aussage der befragten Kinder nicht mehr aus dem Kopf: “Präsidenten tragen einen Schnauzbart”. Vielleicht versuch ich es doch einmal…

 

 

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