23Nov

Zwarte Piet

Zwarte Piet (Schwarzer Peter), so heisst in den Niederlanden der Helfer des Sinterklaas, des heiligen Nikolaus. Zwarte Piet erfreut sich dabei einer ausserordentlichen Beliebtheit, speziell bei den Kindern. Das Nikolausfest hat in den Niederlanden einen höheren Stellenwert wie Weihnachten, bereits im November starten die feierlichen Aktivitäten rund um die beiden Protagonisten, Nikolaus und Piet.

Der lustige Piet ist dabei nicht unbestritten. Seine dunkle Gesichtsfarbe sorgt für politische Kontroversen. Offensichtlicher und öffentlich zur Schau gestellter Rassismus lautet der Vorwurf, welcher von Teilen der Bevölkerung und Politik wegen der dunklen bzw. orientalisch anmutenden Gesichtsfarbe des putzigen Wuschelkopfes formuliert wird. Klar bleibt, dass die Niederlande mit ihrer Vergangenheit als Kolonialmacht eine grosse Verantwortung gegenüber dem Thema der Rassendiskriminierung empfinden. Und das ist auch gut so. Ein “schwarzer” Helfer für den hellhäutigen Nikolaus – selbst wenn Piet noch so beliebt bleibt – vermag in diesem Kontext durchaus einen Erklärungsbedarf zu beinhalten. In diesem Sinne bleibt es auch wichtig – und ist als Chance zu betrachten – , immer wieder darauf hinzuweisen, dass Rassismus und Rassendiskriminierung keinen Platz in der Gesellschaft einnehmen dürfen. Gleichwohl scheint die “Political correctness” zunehmend eigenartige Früchte zu tragen. In Amsterdam darf Piet anscheinend nur noch mit partiell eingefärbter Gesichtsfarbe auftreten, damit keine ethnische Zuordnung möglich bleibt. Findet hier tatsächlich keine Übertreibung statt? Achtzig Prozent der Niederländer verehren “ihren Piet”. Wahrscheinlich ist er damit beliebter als Königin Maxima. Können wir aufgrund dieser Faktenlage tatsächlich und in allem Ernst von einer Diskriminierungsproblematik sprechen? Oder dient die “Political Correctness” nicht viel eher als Vorwand, um ein sensibles Thema politisch gewollt mit einer verstellten Sichtweise zu bewirtschaften? Letztlich auch zum Leidwesen all derjenigen, welche einen fundierten, ehrlichen und seriösen Umgang mit dem nach wie vor bestehenden Problem der ethnischen Diskriminierung wünschen.

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